Die Schönau heute

Arbeiten und Wohnen mit Geschichte

Das historische Ensemble, das 2010 von der HIAG erworben wurde, umfasst insgesamt 38’000 m2. Dazu gehören auch der romantische Schönauweiher, ein eigenes Wasserkraftwerk und der kleine Park im Herzen der Schönau beim einstigen Baumwollmagazin. Das Spinnereigebäude und einzelne Nebengebäude stehen seit 1987 unter Denkmalschutz, genauso die über 100 Jahre alten Bäume im Parkwäldchen gegenüber vom Spinnereigebäude. Dort soll übrigens ein Keltengrab, mittlerweile von alten Bäumen und dichten Sträuchern überwachsen, versteckt liegen. Seit der Stilllegung der Spinnerei Ende 1991 werden die Räume des idyllisch gelegenen Areals am Schönauweiher zwischengenutzt. Die Flächen dienen als Büro-, Gewerbe- und Lagerräume. Oder als Ateliers für Künstler*innen und andere Vertreter*innen der Kreativwirtschaft. In einem kleinen Anteil der Räume wird auch gewohnt. 

 

Der prägende Kamin

Das Zuhause von Herrn und Frau Storch

Seit 1854 prägt der Kamin das Bild der Schönau. 2006 sorgte die neue Nutzung des stillgelegten Kamins für Aufregung in Wetzikon: Ein einsamer Storch hatte sich über Nacht auf dem Kamin eingenistet. Als der «Single» ein Jahr später mit einer Partnerin zurückgekehrte und für Nachwuchs sorgte, war die Freude in der Nachbarschaft riesig. Seither gehören die Störche zum Bild der Schönau und erfreuen Mieter*innen und Besucher*innen gleichermassen.
 

«Die Schönau ist eine Oase. Ich geniesse die Stille in meinem Atelier, denn – so paradox es klingen mag – ich produziere mit meinen Tönen auch Stille.» Pius Morger, Klangkünstler

Die Schönau morgen

Ein Quartier für alle

Die HIAG will die Schönau in den nächsten Jahren in die Zukunft führen und einen offenen Begegnungsort schaffen. Das Areal wird etappenweise zu einem lebendigen Quartier weiterentwickelt – für heutige und für künftige Nutzer*innen, für die Nachbarschaft und die Bevölkerung von Wetzikon. Die historischen Gebäude werden mit Respekt vor ihrer Geschichte sanft saniert, wobei das Hauptgebäude bis mindestens 2025 so bestehen bleibt wie bisher. Im südlichen Bereich des Gebiets und hinter dem Parkwäldchen sind Neubauten mit einem vielfältigen Wohnungsangebot und einem kleinen Anteil an Gewerberraum geplant. Der idyllische Naturraum – der Weiher, der knorrige Baumbestand, die Parklandschaft und der Grünraum hinter dem Spinnereigebäude – bleibt erhalten und soll als «grüne Oase» genutzt werden können. In einem ersten Schritt hin zur Schönau von morgen werden für das Magazingebäude, das künftige Herz der Schönau, in einem partizipativen Verfahren Nutzungsideen entwickelt. Ausserdem arbeitet die Stadt Wetzikon derzeit den öffentlichen Gestaltungsplan aus, über den das Wetziker Stadtparlament voraussichtlich 2021 befinden wird. Wenn der Gestaltungsplan genehmigt ist, werden für die Neubauten neue Wettbewerbsverfahren starten.
 

Partizipativer Planungsprozess

Teilhaben lassen und informieren

Die HIAG möchte eine Kultur des Austausches aufbauen: Über verschiedene Kanäle – z. B. Website, Informationsmaterial, Ausstellung – wird künftig regelmässig über den Verlauf des Planungsprozesses informiert. Ausserdem soll die Schönau bereits in der Entwicklungsphase mit temporären Projekten neu belebt und geöffnet werden: etwa mit einer Sommerbar, mit Interventionen im Aussenraum, die zusammen mit den heutigen Nutzer*innen organisiert werden, oder mit einem Schönautag.
Um eine geeignete und für die Öffentlichkeit attraktive Nutzung für das heute leerstehende Magazingebäude zu finden – es soll das künftige Herz der Schönau werden – hat die HIAG im Winter 2020/21 einen partizipativen Prozess mit verschiedenen Stakeholdern angestossen. Das Ziel ist, mit unterschiedlichen Menschen innovative und massgeschneiderte Nutzungen zu entwickeln, die der Schönau und Wetzikon einen Mehrwert bringen. Interessierte können sich gerne hier melden. 

Die Schönau gestern

Eine bewegte Geschichte und viele gute Geister

1823 liess der Franzose Fréderic Nagel die Spinnerei Schönau aus Steinen seines Schlosses Wetzikon errichten – im Glauben an das Potenzial der Textilindustrie im Zürcher Oberland. Vier Jahre später wurde der Schönauweiher ausgehoben und danach mehrmals erweitert – er dient bis heute als Staugewässer für das Kraftwerk. Ab 1842 war die Spinnerei Schönau für mehrere Jahrzehnte im Besitz der Familie Biedermann aus Winterthur und überdauerte mehrere Unwetterschäden und einen Grossbrand. 1931 erwarb die Firma Streiff unter dem Namen «Vereinigte Spinnereien AG Aathal» unter anderem die stillgelegte Fabrik Schönau. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Schönau zur Militärkaserne mit Rekrutenschule umfunktioniert. Nach dem Krieg wurde der Fabrikbetrieb wieder aufgenommen: 1969, in der Blütezeit der Textilindustrie, reihten sich rund 30 Fabriken dem Aabach entlang, den man damals «Millionenbach» nannte, und produzierten rund 2.4 Millionen Kilogramm Garn pro Jahr. Erst Ende 1991 wurde die Spinnerei endgültig stillgelegt. 2010 verkaufte die Streiff AG das gesamte Areal an die Immobilienfirma HIAG.

«Es wäre schön, wenn der Geist der Schönau erhalten bleibt. Wir wohnen und arbeiten nämlich sehr gerne hier.» Familie Bittmann, Kinderlabel namuk

Lage

Oase am Aabach

Das historische Ensemble der Schönau liegt gut sichtbar auf einer Hügelkuppe. Der Bahnhof Wetzikon und das Stadtzentrum Oberwetzikon sind je in knapp einer Viertelstunde zu Fuss erreichbar. Ausserdem gibt es mehrere Bushaltestellen in der Nähe. Die historischen Gebäude liegen in einem weitläufigen Park und werden auf der Westseite vom Schönauweiher umarmt, der eigentlich ein technisches Gewässer ist: Er wurde für das Kraftwerk aufgestaut. Das kleine Floss im Weiher wurde 2012 im Rahmen der Wetziker Fjordstrategie installiert: Diese stärkt den Naturraum, der entlang des Aabachs von der benachbarten Kulturfabrik bis zum Pfäffikersee reicht. Mit der Entwicklung der Schönau wird dieser Naturraum bewahrt, für alle zugänglich gemacht und als Erholungsraum aufgewertet.

Wetzikon

Vom Textildorf zur Stadt

In Wetzikon – der grössten Stadt des Bezirks Hinwil –  wohnen 25'000 Menschen. Die Gemeinde liegt am südlichen Ende des Pfäffikersees und im Dreieck zwischen den Städten Zürich im Westen, Winterthur im Norden und St.Gallen im Osten. Das einst florierende Textildorf ist heute ein Verkehrsknotenpunkt mit guten Anschlüssen ans dichte Strassen-, Bus- und Bahnnetz und bis über die nahen Landesgrenzen zu Deutschland und Österreich. Das Zentrum Oberwetzikon bietet ein vielfältiges Kultur-, Freizeit- und Einkaufsangebot und ist als Wirtschaftsstandort überregional von Bedeutung. Mit der Kantonsschule Zürcher Oberland KZO, der Kaufmännischen Berufsschule und der Gewerblichen Berufsschule gilt Wetzikon als zentraler Bildungsstandort und mit dem Spital Wetzikon ist der Verbund Gesundheitsversorgung Zürcher Oberland GZO hier stationiert. 
 

HIAG

Ein modernes Unternehmen mit Geschichte

1876 gründete Ernst Benz in Rorschach am Bodensee ein Holz-Importunternehmen und legte damit den Grundstein zur heutigen HIAG. Im 20. Jahrhundert positionierte sich das Unternehmen landesweit als marktführende Gruppe in den Bereichen Fast- und Spanplatten sowie Parkett. 2010 wurde das umfangreiche Immobilienportfolio in ein eigenständiges Unternehmen überführt. Heute entwickelt die HIAG Immobilien AG Areale in der ganzen Schweiz, die langfristig Potenzial haben, und setzt sich dabei nicht nur für architektonische Sorgfalt ein, sondern ebenso für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit.  
 

Kontakt & Anfahrt

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Fragen zur Entwicklung:
Annette Hansen
HIAG
Löwenstrasse 51
8001 Zürich
T +41 44 404 10 30
www.hiag.com

Fragen und Inputs zum Partizipationsprozess / Medienkontakt:
s2r gmbh
Limmatstrasse 215
8005 Zürich
T +41 350 30 20
info@s2r.gmbh

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