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Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das Schönau-Areal in Wetzikon.

Bleibt die Spinnerei stehen?

Die historischen Gebäude – die Spinnerei, das Magazingebäude und die Nebengebäude – bleiben alle erhalten. Sie werden sanft renoviert.

Wird die Wiese am Aabach ganz verbaut?

Auf dem oberen Teil der Wiese sollen neue Wohnungen entstehen. Damit sie möglichst wenig Boden beanspruchen, sind drei fünfstöckige Mehrfamilienhäuser geplant. Der untere Teil der Wiese bleibt unverbaut und der Zugang zum Aabachweiher für alle gewährleistet

Darf ein Restaurant gebaut werden? Wie steht es mit dem Lärm für die Anwohnenden?

Das Areal ist Wohnzone mit Gewerbeerleichterung, ein Restaurant ist also erlaubt. Die HIAG wird mit den Anwohnenden allfällige Massnahmen für den Schutz vor Lärm entwickeln. Besucher werden in der Tiefgarage parkieren, so entsteht kein zusätzlicher Autolärm.

Warum renovieren Sie nicht einfach die Spinnerei?

Die Investitionen für die dringend notwendige Renovation sind hoch. Wenn diese allein über die Vermietung der Räume in der Spinnerei getragen werden müssen, ist der Kostenanteil pro Quadratmeter entsprechend hoch. Das widerspricht dem Wunsch, in den historischen Gebäuden weiterhin günstigen Wohn- und Arbeitsraum anzubieten und das Kulturschaffen zu fördern.

Warum werden auf der Schönau Süd so grosse Mehrfamilienhäuser gebaut?

Der haushälterische Umgang mit dem Boden ist von grosser Bedeutung und unerlässlich. Auch das Räumliche Entwicklungs- konzept von Wetzikon sieht vor, in Siedlungsgebieten zu verdichten, anstatt freies Land ausserhalb der Stadt zu verbauen. Wetzikon wächst stetig, es besteht Bedarf an neuem Wohnraum. Dank den relativ hohen Bauten entstehen ausreichend Wohnungen, gleichzeitig bleibt ein Teil der Wiese unverbaut.

Warum wird die Waldabstandsgrenze beim Fabrikpark nicht eingehalten?

Der Baumbestand nördlich der Spinnereigebäude wird vom Kanton nicht als Wald eingestuft, sondern als Park. Für den geschützten Baumbestand gelten somit andere Bestimmungen als für Waldstücke und die Waldabstandgrenze entfällt.

Was passiert mit den heutigen Mieterinnen und Mietern?

Sie erhalten bei der Neuvermietung das Vormietsrecht, das wurde mit der Genossenschaft schriftlich vereinbart. Für die Dauer der Renovation müssen sie eine andere Bleibe finden. Sobald klar ist, wie und wann es weitergeht, werden wir mit ihnen nach Lösungen suchen und Alternativen anbieten.

Warum sind die Häuser am Fabrikpark nicht Minergie-zertifiziert?

Der Minergie-Standard setzt eine Gebäudelüftung voraus. Auf den aufwändigen – und kostentreibenden – Einbau einer Lüftung wird bei den kleinen Reiheneinfamilienhäusern bewusst verzichtet.

Warum sind auf dem Bild zum Areal drei Gebäude auf dem südlichen Teil eingezeichnet, während in der Baubewilligung nur zwei aufgeführt sind?

Bei der Projekterarbeitung wurde davon ausgegangen, dass der Sandweg verschoben werden kann. Zu dieser Wegführung ist ein Konflikt entstanden. Um die strittigen Punkte zu klären und allenfalls Anpassungen am Projekt vorzunehmen, haben wir das dritte Gebäude im Baugesuch vorläufig noch ausgeklammert. Ziel ist, auch das dritte Mehrfamilienhaus zu realisieren.

Was wird abgebrochen?

Die historische Spinnerei und ihre Nebengebäude bleiben alle erhalten. Einzig das Einfamilienhaus an der Weststrasse 27 und die einstöckige Baracke wird abgebrochen.

Wie viel kosten die Wohnungen und Ateliers künftig?

Einzig für die Atelier- und Loftwohnungen in den ehemaligen Spinnereigebäuden stehen die Preise fest. Sie sind in der Vereinbarung mit der Genossenschaft «Sunnige Hof» festgehalten: 180 CHF/m2. Für die Reiheneinfamilienhäuser auf der Schönau Nord und die Wohnungen auf der Schönau Süd können noch keine Preise genannt werden. Das ist erst möglich, wenn die Baukosten beziffert werden können.

Wird der Fabrikpark abgeholzt und überbaut?

Nein, im Gegenteil. Wir betrachten den Fabrikpark als wertvollen Bestandteil des Schönau-Areals und werden ihn in der heutigen Grösse erhalten. Auch die markante alte Lärche und die Linde bleiben stehen. Das Untergehölz wird ein wenig ausgelichtet.

Wird der Sandweg geschlossen?

Nein, auf keinen Fall. Der Sandweg bleibt eine wichtige öffentliche Verbindung zwischen der Weststrasse und dem Aabach.

Wird die Schönau Privatareal?

Im Gegenteil! Künftig wird es mehr öffentliche Plätze und Verbindungen geben als heute. Zum Beispiel das Kulturhaus und das Gartenrestaurant, der Fabrikpark und der neue Steg zum Bach.

Wo sollen die Besucher des Restaurants und des Kulturhauses ihre Autos parkieren?

Im Bereich Schönau Nord und Mitte ist eine Tiefgarage für alle Mieter vorgesehen. Diese steht zum Teil auch Besuchern zur Verfügung. Weitere Besucherparkplätze werden am Eingang des Areals realisiert. So halten wir das Verkehrsaufkommen auf dem Areal selber so tief wie möglich. Zudem ist das Parkplatzangebot beschränkt: Die Anreise mit dem Öffentlichen Verkehr, mit dem Velo oder zu Fuss bleiben die besten Optionen.

Muss die Schönaustrasse verbreitert werden?

Ja, die Zufahrt von der Weststrasse her muss zu den Wohnhäusern der Florastrasse hin um einen schmalen Streifen verbreitert werden. Nur so kann die vorgeschriebene Mindestbreite erreicht und die Verkehrssicherheit gewährleistet werden.

Warum wurden die Bauprojekte für Nord und Mitte weiter ausgearbeitet, wo doch klar ist, dass zuerst ein Gestaltungsplan erarbeitet werden muss?

Als Grundlage für den Gestaltungsplan braucht es eine Vorstellung für das ganze Areal. Diese Vorarbeit haben wir geleistet. Wenn die Stadt einen öffentlichen Gestaltungsplan erarbeitet, dient diese Vision als Diskussionsbeitrag, der die Gesamtplanung erleichtert.

Was machen Sie, wenn das Baurekursgericht die Baubewilligung für ungültig erklärt? Gehen Sie bis vor Bundesgericht?

Das weitere Vorgehen können wir erst aufgrund des Entscheids des Baurekursgerichts beurteilen. Unser Ziel ist, ein inhaltlich gutes Projekt zu realisieren – idealerweise lässt sich ohne weitere Gerichte eine Lösung finden.

Ist es so, dass Sie die Spinnerei nur dann restaurieren, wenn Sie sowohl Schönau Süd und Schönau Nord so realisieren können, wie geplant?

So absolut lässt sich diese Frage nicht beantworten. Aber: Soll in den Spinnereigebäude weiterhin günstiger Raum für Wohnen, Kultur und Kleingewerbe zur Verfügung stehen, müssen wir die Schönau Süd und die Schönau Nord stärker nutzen. Der Ertrag aus diesen Bereichen bringt die notwendige finanzielle Entlastung für Schönau Mitte. Sprich: Wird die Nutzung für zusätzliche Bauten zu stark eingeschränkt, müssen wir auch die Nutzung der ehemaligen Spinnerei überdenken.

Lassen Sie die Spinnerei zerfallen, wenn der Rechtsstreit sich noch über Jahre dahinzieht?

Es ist uns ein Anliegen, die notwendigen Sanierungsarbeiten möglichst bald anzupacken. Je nachdem, wie die Entscheide der Gerichte ausfallen, ziehen wir bei Bedarf – und falls erlaubt – gewisse Arbeiten vor.